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Dr. Katharina Sophia Volz aus Erbach forscht in Stanford

Südwest Presse (31.10.2015):
Von Petra Laible
ERBACH/STANFORD. Die Karriere von Katharina Sophia Volz ist so beeindruckend, dass man sich ziemlich durchschnittlich fühlt. Die Stammzellenforscherin aus Erbach hat mit 28 Jahren an der Elite-Uni Stanford promoviert.

Die aus Erbach stammende Dr. Katharina Sophia Volz an ihrem Arbeitsplatz, dem Labor des Instituts für Regerenative Medizin und Stammzellenforschung der Uni Stanford in Kalifornien.
Immer wieder 15, 17 Stunden im Labor, viele Male auch über Nacht, etwa um Zellen zu füttern, sieben Tage die Woche - durchschnittlich ist das nicht. Wie vieles, was die gebürtige Erbacherin Katharina Sophia Volz anpackt. "Ich versuche immer, nach den Sternen zu greifen", sagt die Stammzellenforscherin, die eine Turbo-Karriere hingelegt hat. "Wenn man kein großes Ziel vor Augen hat, kann man es nicht erreichen." Mit gerade 28 Jahren ist sie die erste graduierte Doktorandin des "Stem Cell & Regenerative Medicine PhD program" an der Elite-Uni Stanford in Kalifornien.
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Ihre Entdeckung ist so außerordentlich, dass nicht nur Wissenschaftsjournale über sie berichten, sondern auch Zeitungen wie der Guardian, dazu gab es Interview-Anfragen von der New York Times und vom Wallstreet-Journal.

"Katharinas Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Stammzellen zu bemerkenswerten neuen Einsichten darüber führt, wie Organe sich entwickeln." So viel Lob, und das aus dem Mund des weltberühmten Forschers Irving Weissmann, Direktor des Stanford Instituts für Stammzellen-Biologie und Regenerative Medizin. Weissmann, 2008 mit dem Robert-Koch-Preis ausgezeichnet, ist einer ihrer Mentoren. "Katharinas Experimente öffnen die Tür, um zu verstehen, wie sich das Herz nach einem Arterienverschluss regeneriert und wie eine Verkalkung der Gefäße entsteht", erklärt Weissmann im Instituts-Magazin.

"Ich habe ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass ich jemals so eine Entdeckung machen würde", sagt Katharina Sophia Volz. Doch neugierig und wissbegierig sei sie schon immer gewesen. Als Kind habe sie viele Fragen gestellt. Doch "irgendwann findet man keine Antwort mehr". Da setze die Forschung an, "deshalb finde ich die Wissenschaft so toll". Nach der Grundschule in Dellmensingen und der Realschule in Erbach besuchte sie das Ulmer Valckenburg-Gymnasium, Profil Biotechnologie.

In dieser Richtung ging es für die leidenschaftliche Snowboardfahrerin weiter: Nach ihrem Abi 2006 studierte sie Molekularbiologie in Graz, reiste aber Jahr für Jahr zu Forschungsprojekten und Stipendien in die USA, alles selbst organisiert. Insgesamt arbeitete sie in zehn Laboren. Als erste deutsche Studentin wurde die Überfliegerin an der Elite-Uni Harvard für ein Forschungsprojekt ausgewählt - "toll, ich war im Herzen der Forschung". Ihr Thema hatte sie gefunden: "Stammzellen haben mich unheimlich fasziniert wegen ihres Potentials für die Medizin." 2012 erhielt sie ein Promotions-Stipendium der Uni Stanford und des Kalifornischen Instituts für Regenerative Medizin. Ein Vollstipendium zum Lebensunterhalt und für die Studiengebühren. Das heißt was. Als internationale Doktorandin zahle die Universität für sie doppelt so viel wie für andere Stipendiaten, da sie nationale Forschungsgelder nicht nützen kann.

Dann das: Katharina schloss im Mai 2015 ihre Doktorarbeit nach zwei Jahren und acht Monaten ab - üblich sind sechs Jahre. "Ich habe meine ganze Energie investiert, dass sich dieses Mal meine Forschung von Anfang bis Ende auszahlt." Nicht wie bei den Projekten zuvor, mit ihren zeitlich begrenzten Visa: "Jedes Mal, wenn das Projekt ins Laufen kam, musste ich wieder abreisen." Der Nächste übernahm ihre Aufgaben.

"Ich bin sehr effizient, wenn ich arbeite, dann arbeite ich", sagt sie über sich. So habe sie analysiert, wo sie Fehler macht. Heraus kam: nicht bei schwierigen Experimenten, sondern in der Routine. Also entwickelte sie eine "Check-Box", nach der sie ihren Plan durchgeht: "Dadurch spare ich viel Zeit." Ein Vorteil, weil es lange dauere, bis sich in der Biowissenschaft Erfolge einstellten. "Viele Experimente funktionieren erst nicht so, wie man möchte. Das kann frustrierend sein."

Ein Glück, dass in Kalifornien grundsätzlich positiv gedacht wird. "Das ist sehr hilfreich in der Forschung." Ihr gefalle es dort sehr, von den Professoren erhalte sie "unheimlich viel Unterstützung", die Wissenschaftler arbeiteten viel zusammen und die Atmosphäre sei locker. Weissmann lade die 70 Mitarbeiter jedes Jahr für eine Woche auf seine Ranch in Montana ein. "Die Work-Life-Balance ist hier wirklich sehr gut", sagt sie. Stand Up Paddling, Kite-Surfen - "dafür muss ich nicht drei Tage frei nehmen, das kann ich kurz vor der Arbeit machen". Eine Pause hat sich Katharina Sophia Volz nach ihrem Erfolg nicht gegönnt: Sie entwickelt mit Kollegen eine anspruchsvolle Wissenschafts-Plattform. "Mein Leben wird nie langweilig."

Zusatzinfo

"Entdeckung ist für die Medizin zukunftsweisend"
Forschung: Erkrankungen der Herzkranz-Gefäße sind weltweit immer noch die häufigste Todesursache. Viele Forscher untersuchen erkrankte Herzkranz-Gefäße, um Therapien zu entwicklen. Katharina Sophia Volz ging anders an Thema heran: "Wenn ich die Koronar-Gefäße regenerieren möchte, muss ich erst mal wissen, wie sie sich natürlich bilden." Wie bei einem kaputten Auto: Um es zu reparieren, sollte man wissen, wie es aufgebaut ist.

Entdeckung: "Ich habe bei Mäusen einzelne Zellen von der Oberfläche des Herzens verfolgt, wie sie in das Herz wandern und die Herzkranzgefäße (Arterie) formen", erklärt Volz. "Dabei habe ich den Zelltyp entdeckt, der für die Arterienbildung verantwortlich ist, und das Signal, das dafür benötigt wird." Das hat bisher noch niemand geschafft. "Die Entdeckung ist für die Medizin zukunftsweisend." Beispiel Herzinfarkt: "Wir können jetzt versuchen, den Zellen dieses Signal zu geben, damit sie sich in die Zellen der Herzkranzgefäße umwandeln." Ethische Bedenken muss sie nicht haben, da sie für diese Forschung keine embryonalen Stammzellen benützt, deren Verwendung immer noch sehr umstritten ist.